Mai 292012
 

Wie schon oft erwähnt, bekommt man in Korea viele Beilagen. Eine davon ist Fisch und zwar baby anchovy oder auch Mini-Sardelle. img_2529 Da isst man den kompletten ca. 2 cm kleinen Fisch am Stück, auch wenn seine tiefschwarzen Augen etwas bedrückend wirken. Der hier abgebildete ist noch in Chilisaue eingelegt, aber meistens bekommt man die Fischlein einfach so, sodass man viele große schwarze Augen sieht. Erstmal ungewöhnlich vom Anblick, aber auch das Kaugefühl ist seltsam, da die Fische getrocknet sind und deshalb recht hart. Schmeckt sehr salzig und würde ich als ostasiatische Chips bezeichnen 😉 . Continue reading »

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Mai 282012
 

d7k_4410 Am Sonntag ging es mit dem Kanadier Peter in die Berge, dieses Mal direkt vor der Haustür zum Palgongsan. Nach einer Stunde Busfahrt (stehend) im komplett überfüllten Bus, benötigte ich erstmal eine Rast. Es gab keine freie Stelle mehr auf dem Fußboden, bei 60 Leuten habe ich aufgehört zu zählen. Warum so viele Leute? Nun, heute ist Buddhas Geburstag, deshalb pilgert so ziemlich jeder Koreaner zu heiligen Buddhastatuen, die nebenbei auch noch teilweise im UNESCO-Welterbe oder als nationaler Kunstschatz vertreten sind. Man kann nicht mal sagen, alles was zwei Beine hat, machte sich auf dem Weg. Neben uralten Menschen gab es auch welche mit gebrochenen Beinen und Armen. Und es muss dazu gesagt werden, der Weg ist alles andere als einfach. Ganz zu schweigen von knuddeligen 31°C, die jedoch durch den Wind recht angenehm waren, sitzend. Continue reading »

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Mai 242012
 

Ursprünglich bin ich ja nach Südkorea gekommen, um etwas praktische Erfahrung in einem Labor zu sammeln. Diese Erfahrung erweist sich mittlerweile nach knapp 8 Wochen als eine Nullnummer. Keine Arbeit, wenn Arbeit, dann kleine Kleckereien, mit denen ich mich nicht identifizieren kann, keine Kommunikation mit Professor (er spricht generell nicht viel) oder den Laborleuten (können kein Wort Englisch). Ich wasche sogar schon freiwillig ab und räume deren Müll weg, damit ich hier nicht verfette. Ich habe deshalb darüber nachgedacht, dass Labor zu wechseln. Da ich aber in einem Apartment wohne, was der Professor bezahlt, ist dies leichter als gesagt. Continue reading »

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Mai 212012
 

img_2434 Wir entschieden uns bei der Buchung des Fluges für die günstigsten Preise, die natürlich zu den ungünstigsten Zeiten liegen. Deshalb waren wir 13 Uhr schon wieder zurück in Busan, hatten also an diesem Tag außer Love Land und Kunstmuseum nichts weiter von Jeju-do. Das war aber gar nicht so verkehrt, denn wie sich herausstellte, ist Busan alles andere, als nur eine Transferstadt (viele Flugrouten verlaufen über Busan).

Zwar ist die Hafenstadt im Südosten des Landes die zweitgrößte Stadt Koreas, dennoch sieht man ihr die 3,6 Mio Einwohner nicht an. Das liegt an der geographischen Lage, denn die Stadt wird mehrfach durch Berge geteilt, sodass eigentlich kleine Einzelstädte entstanden, die alle Busan heißen 😉 . So ähnlich wie im Ruhrpott. Continue reading »

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Mai 202012
 

img_2316 Am letzten richtigen Tag ging es zum Seongsan Ilchulbong. Dies ist ein Hydrovulkan, also aus dem Meer heraus entstanden. Dessen 180 m hoher Krater soll eine phänomenale Aussicht bieten. Durch architektonische Besonderheiten gilt der Vulkan zudem als Lehrstätte für Hydrovulkanforschung.

Wie schon Tage vorher angekündigt, war es regnerisch und die Aussicht auf Sonne war gleich Null. Dennoch machten wir uns auf den Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die dort erworbenen Regenutensilien dienten lediglich der Bespaßung, denn der Regen war teilweise so stark, dass überfall Flüsse liefen und das Wasser hoch spritze. Komplett eingenebelt sahen wir dann auf dem Krater nichts, um nicht zu sagen absolut nichts. Dennoch war es ziemlich interessant. Die Temperatur war angenehm warm und durch die bedingt hohe Luftfeuchtigkeit fühlte man sich wie im Regenwald, was durch Vogelgezwitscher verstärkt wurde. Continue reading »

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Mai 192012
 

img_2244 Das Highlight schlechthin auf Jeju ist Hallasan, oder auch Mt. Halla genannt. Beworben wird dieser als knapp 2000 Meter hoher Vulkan, in dessen Krater Koreas einziger natürlicher See vorkommen soll. Wir machten uns also auf, den Berg in der Mitte der Insel zu erklimmen. Die erste Zeit ging es nicht enden wollende Treppenstufen hinauf, was bei der Hitze alles andere als angenehm war. In 1500 Meter war es dann wesentlich angenehmer, da lief man meistens auf ebenen Holzbalken. Hier war es jedoch plötzlich baumlos, stürmisch und richtig kalt. An einem Verzweigungspunkt angekommen, versperrte uns ein Parkwächter den Weg, wir seien zu spät für eine weitere Wanderung. In der Tat sind dort Zeiten gelistet, bis wann man weiterlaufen darf. Wir waren aber zeitlich noch drin, dennoch ließ er uns nicht durch. Also hieß es erstmal einen Koreaner zu finden, der englisch sprechen kann und uns erklären kann, warum nicht. Im Endeffekt hieß es dann, man kann den Krater gar nicht sehen, es gibt keinen Weg dort hin. Einige Wanderer aus jener Richtung berichteten uns auch, dass dieser Weg verschwendete Zeit sei. Angepisst ging es dann wieder auf den Rückweg. Dieser Tag war einfach nur enttäuschend.

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Mai 182012
 

Der nächste Tag verlief dann etwas spontaner, da wir nicht genau wussten, wohin der Weg führt. Bei einem ersten Frühstück am Strand (der durch die im Bau befindliche Werft nicht gerade attraktiv war), konnten wir einige landschaftliche Schönheiten ausmachen und zogen in jene Richtung.

img_2085 Hier war der Sandstrand braun und die Buchten erinnerten etwas an Fluch der Karibik (Hwasun-Strand, Andeok). Direkt hinterm Strand befanden sich braune Felsabschnitte und gleich dahinter lag ein Schiffswrack in einer malerischen Bucht. Ein Stückchen weiter faszinierten graue Säulenfelsen in glasklarem, blauen Wasser. Und es ging immer so weiter: Aller paar hundert Meter hatte die Küstenlinie andere Highlights, wie zum Beispiel eine komplett von Lavagestein umgebene Bucht, eckigen Steinstufen oder einen flachen Strand komplett aus einer Gesteinsschicht. Gleich dahinter konnte man „Schottland“ erkennen, zumindest die Steinformation erinnerte daran, auch wenn die Schafe fehlten (Yongmeori Strand, Nähe Sanbangsan). Auf dem Weg nach Schottland trafen wir dann eine nicht endende Gruppe an koreanischen Touristen, im engl. sagt man auch crowding people. Koreaner wandern nun mal selten allein. Continue reading »

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Mai 162012
 

img_1972 Vom 10. bis 15. Mai war ich auf Jeju-do, der Insel Jeju. Da alleine Rumreisen langweilig ist, bekleidete mich Rūta, die ich beim Daegu Marathon kennengelernt habe. Mit Jeju Air ging es für sensationelle 51 Eur (Hin- & Rückflug) pro Person von Busan nach Jeju-si, Jeju City. An diesem Tag war es stark bewölkt, was vom Flugzeug aus gesehen wesentlich spektakulärer aussieht. In nicht einmal 40 min landeten wir auch schon wieder. Während dieser Zeit gab es sogar Freigetränke und wahnsinnig nettes Boardpersonal (nur zum Angucken). Continue reading »

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Mai 092012
 

In meinen ersten Wochen durfte ich ja allerhand Neuland beim Essen erkunden, in den letzten Wochen ging es etwas gediegener zu.

Prinzipiell bestellt man im Restaurant beispielsweise Schweinefleisch und bekommt dazu allerhand Beilagen (side dishes). Ziemlich oft wird das Fleisch am Tisch gegrillt, dadurch kann jeder selbst zwischen well-done und well-done-schwarz entscheiden. Zu den Beilagen gehören: scharfe Paprika, Knoblauch, Sojasprossen, gemischter Salat, ganze Salatblätter (wovon ich eines überhaupt nicht kenne, hat einen sehr bitteren Geschmack), getrocknete Fischstreifen, teilweise ganze Fische, getrocknete Sardellen (nur 2 cm groß, isst man konplett mit Augen und „Gräten“), Zucchini, Fischpaste, Kimchi in Chilisauce, saures Kimchi, Süßkartoffeln, Reis, Sojasauce, Zwiebelringe, fermentierte Blätter, aufgeschlagene Eier, diverse Saucen und manchmal etwas Nudeln. Natürlich nicht alles zu einer Mahlzeit, aber vieles davon.

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Mai 082012
 

Da ich am Donnerstag zur Insel Jeju fliege und bis Dienstag dort bleibe, ich aber doch noch allerhand Bilder gefunden habe, gibt’s heute mal zwei Beiträge an einem Tag! 🙂

d7k_4165 Am Samstag war ich mit dem Kanadier Peter, der gleichzeitig ein guter Freund von Yuri ist, auf dem Daegu Tower Woobang. Der Eintritt war gehörig, dafür hätte ich ne Woche satt werden können, aber es hat sich auf jedenfall gelohnt! Es gibt wohl keine bessere Übersicht auf die 2,5 Mio Menschen fassende Stadt Daegu! Die 77 Stockwerke war ich schneller oben als die neun Stockwerke in meinem Apartment. Dank Rundumverglasung kam man leider nicht in den Genuss von Höhenluft. Continue reading »

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Mai 082012
 

Letzte Woche habe ich mir bei einem Straßenhändler für 40 Eur ein gebrauchtes Rad mit neuen Reifen gekauft. Bremsen, Gangschaltung, alles funktioniert. Nur die haben hier immer so kleine Fahrräder, meins gehört schon zu den größeren!

Jetzt bin ich also aufm Weg zum Geldautomaten nicht mehr 40 min, sondern 10 min unterwegs, nur mal so als Beispiel.

Achja, habe mir sogar Beleuchtung zugelegt, gibt mir ein Gefühl der Überlegenheit 😉 .

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Mai 072012
 

Am Donnerstag ging es mit 300 km/h per Schnellzug (KTX, Korean Train eXpress) nach Seoul. Dort angekommen, nahmen wir zur besten Rush-Hour die U-Bahn, damit ich auch ja nichts von Seoul zu sehen bekomme… . Ist jedenfalls schneller als mit dem Bus, denn Seoul ist mit seinen 20 Mio Einwohnern nicht gerade ne verkehrsberuhigte Zone. Aber auch im Untergrund wird’s nicht langweilig, da die U-Bahnstationen alle unterschiedlich aussehen und teilweise einer Kunstgalerie gleichen. Der U-Bahnplan läd auch ein für lustige Ratespielchen.

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