Aug 042012
 

img_4595 Canyoning – so hieß der Spaß, den wir am fünften Tag unserer Vietnamreise unternahmen. Da Lat liegt in den Bergen, da bot sich eine Klettertour umso mehr an. Wir kletterten Steilwände und Wasserfälle hinab, durchliefen Flüsse, rutschten  Strömungen entlang und sprangen von Felsklippen in kleine Seen. Von uns Dreien bin ich der Einzige ohne blaue Flecken 😉 . Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass ich an jedem Ende einer Beitragsvorschau ein Smiley setze? Irgendwie erschreckend! 😉

img_4579 Ausgerüstet mit Badehose und Wanderschuhen fuhren wir an einen Steilhang direkt neben der gebirgigen Straße. Zunächst an flacheren, später an richtigen Steilhängen übten wir zunächst alle sicherheitsrelevanten Maßnahmen, dann ging der Spaß richtig los. Die Höhen waren zwischen 15 m am Anfang der Tour und 30 m gegen Ende. Am Ende mancher Steilwand landeten wir direkt im Fluss, bei der letzten Steilwand hingegen wurden wir von einem Wasserfall nach unten gedrückt und trieben anschließend einige Sekunden unter Wasser. Die Umgebung war wunderschön, genau so etwas wollte ich schon immer mal sehen: Wasserfälle mit kleinen Seen mitten im Jungel. Und das Ganze ohne Krokofanten oder gar anderes Getier. Irgendwie schade, aber auch wesentlich sicherer, musste man sich also keine Gedanken drum machen. Die gefährlichsten, weil einzigen Tiere, waren wohl die Schmetterlinge 😉 .

img_4686 Die meiste Zeit hat Cat (vietnamesischer Guide) die Fotos gemacht, was er wirklich ungedrungen und mit viel Enthusiasmus tat. Unter anderem auch dann, wenn wir von einer Klippe in den See sprangen. Der freie Fall in jener Umgebung ist mit dem eines Schwimmbades nicht zu vergleichen. Trotzdem werde ich wohl niemals Bungee-Jumping machen, jene Höhe hier hat mir schon gereicht 😉 .

Die Wasserrutsche war besonders interessant, wann rutscht man schon mal Felssteine entlang?! Mit der Schwimmweste und einigen Regeln ging das jedoch ohne Probleme. Leider war die Rutsche zu kurz. Hier ein Video!

img_4673 Das Highlight der Klettertour war natürlich der Wasserfall. Dort, wo ständig Wasser fließt, ist der Fels besonders rutschig. Während also auf einem Wasser prasselte, musste man versuchen, nicht noch auszurutschen. Wir drei haben das alle super gemeistert, einige Leute in der Gruppe vor uns rutschen jedoch aus und hingen dann wie ein Schluck Wasser am Fall. Denn wieder auf die Beine zu kommen ist gar nicht so einfach. Die letzten Meter vom Wasserfall sind wir dann hinabgesprungen. Und weil das Ganze wirklich fetzte und wir nur eine kleine Gruppe (3) waren, wiederholten Peter und ich den Spaß gleich nochmal.

In Da Lat kauften wir fast den Kaffeeladen leer, weil hier der Kaffee besonders frisch ist (aus der Region) und der Preis im Vergleich zu Ho Chi Minh City teilweise 4 Mal günstiger ist. Bei der Berechnung des Preises waren alle 3 Ladenbesitzer plus unser Guide involviert und rechneten und schrieben eine halbe Stunde lang. Soviel Geld scheinen die ihr ganzes Leben noch nicht gemacht zu haben 😉 . Ist schon nicht einfach, wenn 24.000 Dong gerade Mal 1 Eur ist.

img_4745 Am Abend wurden wir noch von unserem Guide in eine lokale Kneipe eingeladen, die noch nie Ausländer gesehen hat. Dort tranken wir (Yo! Das deutsche Pendant zu Prost!) Saigon Bier und aßen Tofu, Garnelenreis und Wachteln. Dazu wurde die berühmte fermentierte Fischsauce serviert, die wirklich widerlich (!) gerochen hat. Geschmacklich war’s auch nicht mein Ding. Lasst einfach mal Fisch bei 30°C für mehrere Wochen in seinem Saft liegen, das kann einfach nicht lecker schmecken. Die Sauce erkennt ihr auf dem Foto mit dem Reis und dem Tofu, in der Mitte.

 

Nun noch eine Kleinigkeit über Korea: Während ich in Vietnam war sowie die ganze letzte Woche hatten wir es hier 37°C oder gar 40°C, in der Nacht meistens über 30°C, einmal sogar nur 29°C. Selbst mit Ventilator kann man sich kaum runterkühlen. Jetzt sind es am Tag „nur noch“ 33-34°C und nachts 27°C. Wie auch immer, die extrem heruntergekühlten Räume (Busse, öffentliche Einrichtungen, Flughäfen) und die extrem heißen Außentemperaturen machen einem richtig zu schaffen. Mein Eiskonsum ist sprunghaft angestiegen und die Mischbatterie der Dusche steht auch nur noch auf rechts.

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  2 Antworten zu “[Vietnam] Immer den Wasserfällen nach!”

  1. Sag mal, du Extremsportler, gibt es irgendwas, was du nicht mitmachst, ist ja wieder mal der Hammer.
    Nur gut, dass wir die Fotos ohne Geruchssinn ansehen können (wegen der Fischsoße).

    Bis dann, deine Eltern.

  2. Also die Hitze ist ja irre…. ich schwitze schon bei 22 Grad , das würde ich nicht aushalten.. aber du machst ja auch alles mit SUPER und SPORTLICH!
    die Fischsoße hätte ich im Leben nicht probiert… :-((
    LG Karina und Olli